Zur Kalibrierung in Baunatal

Jeder Funkamateur kennt sie – fast keiner mag sie – die „Anzeige seiner ortsfesten Amateurfunkanlage gemäß BEMFV“. Für die längeren Kurzwellenbänder sind die mit dem Programm Watt 32 errechneten Sicherheitsabstände oftmals nicht anwendbar, da sie im reaktiven Nachfeld der Antenne liegen, und die Abstände zu Nachbargrundstücken zu gering sind. Die Bestimmung der maximal erlaubten Sendeleistungen zur Einhaltung der EMVU-Personenschutzgrenzwerte erfolgt dann idealerweise durch Messung der Feldstärken um die Antennen herum und zwar getrennt für die elektrische und magnetische Komponente des Elektromagnetischen Feldes.

Der DARC e. V. Distrikt Niedersachsen verfügt über solch ein kalibriertes Messgerät für E- und H-Feldmessungen, ein EMR-200 der Fa. Narda. Vertrauenswürdige Messungen kann man mit einem solchen Messgerät allerdings nur dann durchführen, wenn es regelmäßig in einem entsprechend ausgestatteten Labor fachmännisch kalibriert wird.
Solch ein gut ausgestattetes Kalibrierlabor befindet sich in den Räumen der DARC-Geschäftstelle in Baunatal. Ich bin selbst nach Baunatal gefahren, um an einer solchen Kalibriermessung, die Dieter – DK2NO vom EMV-Referat durchführt, teilzunehmen und etwas zu unterstützen. Mit dabei hatte ich die Distrikt-H-Feldsonde, die zuletzt bei uns im Ortsverband häufiger im Einsatz war.

Messkoffer mit E- und H-Feldsonde der Fa. Narda

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OV H24-Relais DB0VW wieder QRV!

Am 29.09.2019 hatte ich hier bekanntgeben müssen, dass das Wolfsburger 70 cm-Relais DB0VW vorübergehend QRT ist. Das kam damals etwas plötzlich und ohne Vorwarnung, weil eine der Mobilfunkfirmen beim Abbau ihrer Einrichtungen auf dem alten Relais-Standort „Don Camillo“ aus Versehen auch die Energieversorgung von DB0VW gekappt hatte. Nun hat es also fast 10 Monate gedauert, bis unser OV-Relais am neuen Standort wieder in der Luft ist. Was ist in dieser Zeit geschehen und was ist in Zukunft geplant?

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Ein Transverter für QO-100 aus AMSAT-DL-Baugruppen

Ein Beitrag von Peter, DJ7GP




Für den Betrieb über den geostationären Satelliten QO-100 (Qatar OSCAR-100) gibt es (bis jetzt) keine Plug and Play Lösung. Wer also über diesen Satelliten in einem der Schmalbandmodi (SSB, CW, SSTV usw.) oder im Breitbandmodus (DATV) QRV werden möchte, kommt nicht umhin, selbst Hand anzulegen.

Wie ich schon in einem der früheren Beiträge erwähnte, gibt es von der AMSAT-DL sehr interessante Baugruppen für den Up-Link bei 2,4 GHz und den Down-Link bei 10 GHz. Diese Baugruppen sind fertig mit SMD Bauteilen bestückt, lediglich die Anschlußbuchsen müssen noch montiert und das Ganze in passende Weißblechgehäuse eingebaut werden. Das sollte eigentlich jedem gelingen, der nicht gerade zwei linke Hände hat. Man muss es dann ja nicht in ein solch kleines Gehäuse zwängen, wie ich es hier getan habe.

Detallierte Informationen zu den genannten Baugruppen findet man auf der Webseite der AMSAT-DL (https://amsat-dl.org/).

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Ein Yaesu FT-736R erwacht zu neuem Leben – Teil 1: Die Reparatur

Ein Beitrag von Peter, DJ7GP




Als Basis für die QO-100 Station bei DL0VW in Fallersleben habe ich dem OV meinen guten alten VHF/UHF Allmode Tranceiver FT-736R vermacht. Der bietet die Möglichkeit in die Einbauräume der nicht benötigten 6 m- und 23 cm-Module die 2,4 GHz Up- und 10 GHz Downkonverter für den Betrieb über den geostationären Satelliten QO-100 einzubauen.

VHF-UHF-SHF-Transceiver FT-736R aus den 1990er Jahren

Was sich hier so anhört als sei es „mir nichts, dir nichts“ getan, hat doch einiges an (Vor-) Arbeit erfordert. Zunächst musste der FT-736R wieder zum Leben erweckt werden.

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Trotz Corona-Lockdown: Feldstärkemessungen und -berechnungen an Antennen

Nein, Corona hat uns nicht voll im Griff. Im Gegenteil, die Zeit der Separierung in den vergangenen Wochen haben z. B. einige OMs im OV-Wolfsburg dafür genutzt, die Selbsterklärung zur Einhaltung des Personenschutzes ihrer Amateurfunkanlagen zu erstellen oder zu überarbeiten. Und irgendwie landen die hierbei entstehenden Fragen der OMs – ob ich will oder nicht – immer wieder bei mir. Meistens kann ich helfen und häufig gibt’s dabei auch neue, interessante Erkenntnisse.
Es folgen drei Erfahrungsberichte:

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Notfunk Wolfsburg (NFEG) H24 – Update

Wisst ihr was Spaß macht? .. Richtig. Wenn man gemeinsam Amateurfunk macht!

Die Notfunkgruppe Wolfsburg (NotFunkEinsatzGruppe, NFEG WOB) hat sich heute in den Räumen der Stadt Wolfsburg eingefunden, um die besprochene Technik (Notfunkkoffer) zusammenzubauen. Wer sich über den aktuellen Stand informieren möchte, Martin DK1MJ hat eine sehr schöne Präsentation vorbereitet:

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Besuch bei der „AREB“ in Dresden

Die AREB „Amateurfunk-, Rundfunk- und Elektronikbörse Dresden“ lockt seit 2003 jährlich rund 1000 Gäste nach Dresden. Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden alte Rundfunkgeräte. Es werden aber auch Amateurfunkequipment und -komponenten von Händlern aus Deutschland und anderen europäischen Ländern angeboten. Veranstaltungsort ist der Festsaal auf dem Campusgelände der TU-Dresden.

Besonders schöne Ausstellungsstücke, ansprechend aufgebaut und zum Verkauf angeboten.

300 Km Anfahrt sind recht lang für eine Eintages-Veranstaltung – trotzdem hatten sich drei wolfsburger OMs auf den Weg hierher gemacht.

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„Fest der Begegnung zum Tag der Deutschen Einheit“ in Marienborn

Das „Fest der Begegnung zum Tag der Deutschen Einheit“, das jährlich am 3. Oktober an der ehemaligen Grenzübergangsstelle (GüSt) Helmstedt-Marienborn stattfindet, ist immer auch ein Treffen von Funkamateuren und Ehemaligen, die in der Zeit vor der „Wende“ in irgendeiner Form beruflich mit Funkaktivitäten zu tun hatten.

In der Zeit nach 1996 bis heute hat hier eine kleine Gruppe von Funkamateuren aus dem Raum Helmstedt eine umfangreiche Sammlung von Funkausrüstung der ehemaligen Nationalen Volksarmee der DDR (NVA) und auch aus anderen osteuropäischen Ländern zusammengetragen.

Hieraus ist eine respektable Ausstellung entstanden, die heute, am 3. Oktober, von Rüdiger – DF1AG, Ewald – DJ1AM und Michael – DG9OBK, wieder einmal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

Hier geht’s hinein: Besucherzufahrt zum ehemaligen Grenzübergang Helmstedt-Marienborn. (Foto: DL1OD)

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Bericht vom Antennentestwochenende 11.5.2019

Ziel unseres schon länger geplanten Antennentestwochenendes war ein Vergleich verschiedener Antennen mit Hilfe von WSPR (Weak Signal Propagation Reporter) und RBN (Reverse Beacon Network) auf dem 20 m-Kurzwellenband.

Trotz des Regens und der Kälte haben sich im Laufe des Samstags insgesamt 19 YLs und OMs auf Kalle’s (DK6AL) Wiese in der Feldmark von Grafhorst eingefunden. Der „Antennenwald“ war schon beeindruckend. Die größte Antenne hatte Günter, DL8GL, aufgebaut – eine 80 m Vertikal – Gesamthöhe 18 m und mit einem ausgedehnten Erdnetz mit vielen Radials.

Den Vergleich haben wir mit insgesamt vier Antennen durchgeführt:
– Hex-Beam (nach SP7IDX)
– 20 m-Delta-Loop (nach DL4AAE)
– 20 m-Triple-Leg
– DK7ZB-Triple-Leg (breitbandig).

Darüber gab es Experimente an weiteren Antennen:
– MP1-Antenne (Portabel-Antenne für 3,5 – 30 MHz)
– Dipol als Inverted-V, Spitze ca. 8 m hoch
– 80 m-Vertikal von DL8GL an einem 18 m Glasfibermast.

Ein wichtiger Faktor bei einem Antennentest ist ja das Wetter. Die Vorhersage war nicht optimal. Am Freitababend wurde noch bis 14:00 Uhr Sonne angesagt. Leider hat es dann aber doch bereits ab Samstagfrüh geregnet. Es war zum Glück nur Nieselregen aber dieser war anhaltend, sodaß wir den Test bereits am Samstagabend beenden mußten.

Beim Antennentest in Grafhorst (Foto: DF3OL)

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