DARC e. V. Ortsverband Wolfsburg im Rückblick

Die mittlerweile mehr als 65 Jahre währende Geschichte unseres Ortsverbandes ist prall gefüllt mit vielen gemeinschaftlichen Aktivitäten, vielen Anstrengungen zum Erhalt und zur Ausweitung unserer Hobbyinteressen aber auch Phasen der Veränderung – positiver und manchmal auch weniger angenehmer Art.

Nachfolgend zusammengefasst sind nur die wichtigsten Stationen, Meilensteine und Ereignisse der vergangenen Dekaden unserer Vereinsgeschichte.

1949
Im März wird das schon lang erwartete Amateurfunkgesetz durch den damaligen Wirtschaftsrat verabschiedet. Die Post wird als aufsichtsführende Behörde benannt. Im Nachgang zu den bereits vor dieser Zeit erfolgten Prüfungen werden in Deutschland erstmalig mehrere hundert Amateurfunklizenzen ausgegeben.

 

1951
Wolfsburg ist soeben kreisfreie Stadt geworden und hat gerade mal 29.000 Einwohner. Ein Originaldokument aus jener Zeit verrät uns, wie es zur Gründung des OV H24 kam. Am 29. Dezember 1951 ist es so weit:
Zwölf Interessenten (alle noch ohne Lizenz) aus Wolfsburg, Vorsfelde und Ehmen treffen sich in der heute noch bestehenden Gaststätte „Wöhlecke“ zur Gründungsversammlung. Unter dem 1. Ortsverbandsvorsitzenden Hasso Demgenski schmiedet man Pläne zur Vorbereitung auf die Lizenzprüfung und plant regelmäßige Treffen. Vorerst bleibt es jedoch beim guten Willen, und der neu gegründete Ortsverband H24 besteht für einige Jahre erst einmal nur auf dem Papier! Von den ehemaligen Gründungsmitgliedern lebt heute leider niemand mehr.

Gründungsurkunde des DARC e. V. Ortsverband Wolfsburg H24
Mitgliedsausweis von OM Grunert, 1952

 

1958
Stadt und Volkswagenwerk sind inzwischen gewachsen und neue, aktive OM’s zum OV H24 hinzugestoßen. Es gibt erstmals regelmäßige OV-Abende. Siegfried Sorber, DJ6GO, und Wolfgang Schaeling, DL9MP, erteilen ersten Morseunterricht. Zu den Übungsstunden trifft man sich auf dem Klieversberg im „Kaffee Mückenstich“, in der Nähe des heutigen Klinikums Wolfsburg.

Kaffee „Mückenstich“ auf dem Klieversberg in Wolfsburg

 

1961
Wolfgang Schaeling übernimmt den Vereinsvorsitz. Mit viel Energie und Idealismus entsteht das erste Clubheim in den Baracken am Bullenberg, dem heutigen „Jugendhaus Ost“: Funkanlage mit 100 Watt Sendeleistung auf Kurzwelle, 80 m-Dipol, Geloso VFO. Der Ortsverband Wolfsburg beantragt ein Clubrufzeichen und erhält das Call DL0VW.
Erste ausgedehnte Lizenzlehrgänge werden von Alfons Plicht, DJ6XR, und Reinhold Ahlemeyer, DJ1YT, abgehalten.

DJ7GS an der Clubstation DL0VW am Bullenberg
1962: Alfons – DJ6XR, im ersten Clubheim am Bullenberg
In unserem ersten Clubheim in der Baracke am Bullenberg, etwa 1963. Rechts am Bildrand: Eigenbau AM-Sender und Geloso-Empfänger. V. l. n. R.: Hinten: Peter – DJ7GM, Alfons – DK1RF, Klaus – DJ7GSC (später DJ7JV), Reinhold – DJ7YT, Alfons – DJ6XR, Peter – DJ7GP, Horst – DJ6SJ. Vorne: OM Holzapfel, Gerd (OVV) DJ7GS, Dieter – DJ6GM.
10 Watt Eigenbausender (KW) von Peter – DJ7GP
1962: Peter – DJ7GM lötet an seinem Eigenbau-Kurzwellensender
UKW-Antenne von Peter – DJ7GM in Nordsteimke: 16 x HB9CV, Betriebsart AM auf Festfrequenzen

 

1962
Im September rücken die Wolfsburger Funkamateure zu ihrem ersten Fieldday-Wettbewerb aus. Campiert wird an der Sülfelder Schleuse. Diese Veranstaltung ist Auftakt zu einer Vielzahl weiterer Fieldday-Aktivitäten im Laufe der kommenden Jahre bzw. Jahrzehnte.
Bei den Wettbewerben werden mehrmals die vorderen Plätze belegt.

 

1963
Auf große Resonanz stößt das erste DARC-Deutschlandtreffen in Wolfsburg, das unter der Leitung von Wolfgang Schaeling, DL9MP und Gerd Schnabel, DJ7GS, zwei hervorragenden Organisatoren, durchgeführt wird. Besonderes Interesse erregt bei den Gästen die erstmalige Vorführung einer mobilen ATV-Station!

Deutschlandtreffen 1963: Peter Gebauer – DJ7GM, an der Tagungsstation DL0KT (KT für „Kurzwellen-Tagung“). Der Sender war eine Leihgabe des Telefunkenwerkes in Berlin, abenteuerlich per LKW durch die DDR nach Helmstedt gebracht.
DARC-Deutschlandtreffen 1963 in Wolfsburg: Ausstellung im Rathaus
DARC-Deutschlandtreffen 1963: Kurzwelle-Mobil
1963: Peter – DJ7GP an der Morstaste im Clubheim von DL0VW am Bullenberg

 

1965
Gerd Schnabel, DJ7GS, wird auf dem DARC-Deutschlandtreffen in Berlin für seine Verdienste als erster Wolfsburger Funkamateur mit der Goldenen Ehrennadel des DARC ausgezeichnet. Kurz darauf wird auch Alfons Plicht, DJ6XR, mit dieser Auszeichnung bedacht. Neben seinen insgesamt mehr als 15 Jahre dauernden Ausbildungsaktivitäten hier in Wolfsburg hatte Alfons Plicht zu dieser Zeit bereits zweimal seinen Jahresurlaub für Jugendlehrgänge im bayerischen Benediktbeuren hergegeben.

Goldene DARC-Ehrennadel für Alfons – DJ6XR
Ausbilder Franz – DK2EN und Alfons – DJ6XR sowie Hans – DK1WB, Kalle – DK6AL und Gerhard – DL2MD
Morse-Unterricht
Fieldday 1965 in Sülfeld
6. Platz – nicht schlecht!

 

1966
Für den aufkommenden UKW-Funk erweist sich das Clubheim am Bullenberg als ungeeignet, und man sucht nach Alternativen. Einen idelaen UKW-Standort bietet das neue Clubheim auf dem Dachboden in der Kennedy-Allee 62, im neu entstandenen Stadtteil Detmerode. Die Kurzwellenanlage erhält eine riesige Cubical-Quad-Antenne und moderne Geräte: SB-300 und SB-400 von Heathkit. Der Ortsverband Wolfsburg hat jetzt mehr als 100 Mitglieder.

1966: Funkraum in der DL0VW- Clubstation in der Kennedyallee 62
Für Kurzwelle werden eine W3DZZ- und später auch noch eine 3 Element Yagi benutzt. UKW-Antennen gibt es zunächst keine. (Hier ein jüngers Bild mit den UKW-Antennen von Andreas – DK6ASA, der das Shack nach Auszug von DL0VW für UKW-DX nutzt).
Die Heathkit-Line, die bei DL0VW viele Jahre in Verwendung war: SB300/400 ab 1966 als RX/TX und SB200 ab 1967 als 500 Watt PA.

 

1967
Beim Fonie-Fieldday im September belegt die Mannschaft des OV Wolfsburg den 4. Platz.

Fieldday-Urkunde 1967
Reger Andrang an der KW-Station
Wer ist das?
Die Gemütlichkeit kam nie zu kurz. V. l. n. r.: Peter – DJ7GP, Horst – DJ6SJ, Alfons – DK1RF, ???. Vorne rechts Horst – DJ8MS.
Alfons, DJ6XR „Fieldday-Lagerleiter“ Alfons – DJ6XR

 

1968
Gerd Schnabel organisiert das erste Europatreffen der Funkamateure in Wolfsburg. Die ganze Stadt steht im Zeichen des Amateurfunks: Wettbewerbe verschiedenster Art, Fachvorträge im Kulturzentrum und Amateurfunkmesse in der Stadthalle. Höhepunkt dieser mehrtägigen Veranstaltung ist ein Korso der Mobilfunkstationen durch das Stadtgebiet.

Korso der Mobilstationen beim Europatreffen der Funkamateure 1968 in Wolfsburg
Ausstellung in der Wolfsburger Stadthalle
Mobil-Fuchsjagd

 

1969
Nach langjähriger Tätigkeit als OVV in Wolfsburg wird Gerd Schnabel, DJ7GS, Vorsitzender im DARC-Distrikt Niedersachsen. Auf der Kurzwelle hat mittlerweile der Einseitenbandbetrieb Einzug gehalten und die bis dahin verwendete Amplitudenmodulation weitgehend verdrängt.
Es gibt jetzt eine ganze Reihe kommerzieller Funkgeräte zu kaufen.
Die komplizierte Signalaufbereitung der neuen Einseitenband- (SSB)-Technik hält leider immer mehr Funkamateure vom Eigenbau ihrer Geräte ab.

Werbeanzeigen für Amateurfunkgeräte 1969

 

1970
Eine Gruppe von etwa zehn „Idealisten“ aus dem OV-Wolfsburg erhält aus der Hand des Fallersleber Bürgermeisters Dr. Erich Netzeband im Rahmen einer symbolischen Schlüsselübergabe Zugang zum Wasserturm in Fallersleben. Diese „Wasserturmrunde“ baut in der Folgezeit mit vielen Stunden Arbeitseinsatz und unter großen finanziellen Opfern den Wasserturm zu einer benutzbaren Funkstation aus. Der Ortsverband Wolfsburg steuert später aus der Clubkasse einen Großteil seines Etats regelmäßig für Instandsetzung, Strom- und Heizungskosten und für die weitere Ausrüstung mit Stationen und Antennen bei.

25. Februar 1970: Feierliche Schlüsselübergabe für den Wasserturm in Fallersleben durch den damiligen Fallersleber Bürgermeister Dr. Erich Netzeband.
Das Überlassungsschreiben für den „Wasserturm am Sportplatz in Fallersleben“, unterschrieben vom damaligen Stadtdirekte Wolfsburgs.
1970: Ausbau des Stationsraumes im Wasserturm: Horst – DJ6SJ, Gerhard – DL2MD, Peter – DJ7GP

 

1972
Mehr als 3.000 Funkamateure aus vielen europäischen Ländern besuchen zu Pfingsten das zweite Europatreffen der Funkamateure in Wolfsburg. Unter der bewährten Organisation von Gerd Schnabel, DJ7GS, läuft ein vielseitiges und perfektes Programm ab.

 

1973 / 1974
Jeweils im September veranstalten Wolfsburger Funkamateure Fieldday-Wochenenden in der Asse bei Wolfenbüttel. DL0VW nimmt am KW- und am UKW-Wettbewerb teil. Der Funkbetrieb rund um die Uhr wird vom „Lagerleiter“ Alfons Plicht, DJ6XR, straff organisiert. Besonderes Aufsehen erregt ein riesiger Kastendrachen, mit dem Robert Otto, DK4OM, eine Vertikalantenne für Kurzwelle in die Luft steigen läßt.

Fielddayaktivitäten in der Asse 1973, Aufbau der Spinnen-Quad für Kurzwelle.
Fieldday 1974 in der Asse: Robert Otto – DK4OM läßt seinen selbstgebauten „Antennendrachen“ steigen.
Fieldday-Mannschaft 1973/1974.

 

1975
Eine kleine Gruppe um Gerd Schnabel, DJ7GS und Wilhelm Diederich, DJ5XL, errichtet auf dem „Don Camillo-Hochhaus“ im Stadtteil Detmerode, Wolfsburgs erste Relaisfunkstelle, Das 70 cm-FM-Relais DB0VW.

Friedhelm – DB1AS und das 70 cm-Relais DB0VW auf dem Don-Camillo-Hochhaus in Wolfsburg-Detmerode.

 

1976
Unter dem sehr rührigen OVV Bernd Laatz, DJ9RK, entwickeln sich im OV Wolfsburg H24 ausgedehnte Vereinsaktivitäten: Fuchsjagden, Mobilwettbewerbe mit Spanferkel vom Grill, Fielddays, Conteste, Flohmärkte in der Wolfsburger Innenstadt, Beteiligung an der „Blumenausstellung“ in der Wolfsburger Stadthalle – fast jedes Wochenende ist etwas los.

Ein junger SWL lauscht aufmerksam Alfons – DJ6XR, an der Sonderstation in der Wolfsburger Stadthalle
Wolfsburger Urgestein: Conni – DL9CBX, (später DB4AC), 1976 bei der Ausstellung „Freizeit & Hobby“ in der Wolfsburger Stadthalle.

Der OV Wolfsburg feiert seinen 25. Geburtstag. Zur Feier in der Gaststätte „Zur bunten Pallette“ in Sandkamp hält OVV Bernd Laatz, DJ9RK, einen Rückblick auf 25 bewegte Jahre im Ortsverband Wolfsburg. Dr. Otto Lehmann, DL3LN, eines der Gründungsmitglieder, berichtet den anwesenden Gästen aus der schwierigen Zeit nach Ende des Zweiten Weltkrieges und der Wiederbelebung des Amateurfunks in Deutschland. Die Clubstation DL0VW wird für den UHF-Bereich ausgerüstet. Technikwart Gert Bemmann, DK3NY, nimmt einen nagelneuen 70 cm-Transverter entgegen, der aus Vereinsmitteln und Spenden beschafft worden ist.

Schnappschüsse von der Jubiläumsfeier 25 Jahre OV-Wolfsburg

 

1977
Zu Pfingsten findet das bis heute letzte Europatreffen in Wolfsburg statt, organisiert von DJ7GS und DJ9RK. Die Sonderstation DL0KT ist an allen Veranstaltungstagen „in der Luft“ und verteilt auf Kurzwellen- und UKW-Bändern den Sonder-DOK „EW“.
Die in der Historie des Ortsverbands Wolfsburg größte Ausbildungsaktion läuft an: Knapp 40 Teilnehmer werden in zwei zeitgleich laufenden Lehrgängen in der Ferdinand-Porsche-Realschule auf die Lizenzprüfung vorbereitet.

Titelbild der Festschrift zum Europatreffen 1977
Sonder-QSL der Tagungsstation DL0KT

 

1978
Beim Großereignis „40 Jahre Wolfsburg“ übernehmen Mobilfunkstationen aus Wolfsburg und Gifhorn die funktechnische Absicherung entlang des großen Festumzuges durch die Innenstadt.

Schnappschüsse vom Amateurfunkeinsatz bei „40 Jahre Wolfsburg“

 

1980
Initiiert von Gerd Schnabel, DJ7GS, nehmen Wolfsburger Funkamateure entscheidenden Anteil am Aufbau der Amateurfunkausbildung in der Dritten Welt: Wolfgang, DK5OU, Alfons, DJ6XR und Jürgen, DF3OL, bilden im Rahmen eines mehrwöchigen Lehrgangs Funkamateure in Sri Lanka aus. Unter ihrem Rufzeichen mit dem Prefix 4S7 halten Sie Kontakt mit der Heimat und aktivieren das zu dieser Zeit noch recht seltene DXCC-Land.

1980: Gerd – DJ7GS bei der Amateurfunkausbildung in Sri Lanka
Sri Lanka 1980: The PMG Mr. A. R. M. Jayawardena, Gerd Schnabel, DJ7GS, and the Principal of Royal College during a chat about amateur radio in Sri Lanka.
Junge Ceylonesen beim Telegrafie-Unterricht
Wolfgang – DK5OU, beim Technik-Unterricht in 4S7
Jürgen – DF3OL, aktiviert die Station 4S7RS

 

1982
Der DARC-Distrikt Niedersachsen und der OV Wolfsburg verlieren einen ihrer größten Förderer: Gerd Schnabel, DJ7GS, verstirbt am 17. Mai 1982 plötzlich und unerwartet.

 

1986
Nach mehreren Funkkontakten zwischen Emder und Wolfsburger Funkamateuren kommt es zu einem ersten Besuch Emder Funkamateure zum Fieldday in Barwedel. Höhepunkt beim anschließenden Gegenbesuch in Emden ist eine Besichtigung der Küstenfunkstelle Norddeich Radio. Von der Emder Clubstation DF0VWE aus werden Funkverbindungen mit Wolfsburg getätigt.

1986: Wolfsburger Funkamateure zu Gast in Emden ….
…. und Emder Funkamateure zu Gast in Wolfsburg.
1986: Die Fallersleber Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist zu Gast bei DL0VW

 

1987
Animiert durch die positiven Erfahrungen im Austausch mit Emden wird die seit Jahren bestehende, lockere Verbindung mit den Funkamateuren in Luton intensiviert. Mittlerweile hat sich im OV-Wolfsburg eine 20-köpfige „Interessengemeinschaft Städtepartnerschaft“ um Günter Thoss, DF5OL, formiert. Diese Interessengruppe bekommt sogar ein eigenes Clubrufzeichen, DL0WOB, und besucht zu Ostern die Hobbykollegen des „Dunstable Downs Radioclub“ in England. Der Grundstein für eine langjährige Partnerschaft ist gelegt.

Unter der Leitung von Gerd Brueschke, DB7OB, beginnt eine aufwändige Sanierungs- und Ausbauphase im Clubheim Alter Wasserturm in Fallersleben: Der Turm wird gegen eindringende Feuchtigkeit abgedichtet, die steile Treppe wird entfernt, und eine Zwischenetage mit einem vorbildlichen Schulungsraum (Jugendraum) entsteht.

1987: Zu Gast in den Räumen des „Dunstable Downs Radio Club“ in Luton.
Eine Delegation von OV-Mitgliedern zu Gast bei den Funkamateuren in Luton
1987: Bericht von der erfolgreichen Luton-Reise in der Wolfsburger Lokalpresse und in der Volkswagen-Mitarbeiterzeitschrift „Autogramm“.
Vor dem Ausbau des Jugendraumes: Erinnert ihr euch noch an diese steile Treppe hinauf ins Funkshack?
1987: Wasserturm während der Außensanierung.

 

1988
Unterstützt durch die Funkamateure aus Emden und Luton nimmt man im OV Wolfsburg mit großer Beteiligung Anteil an den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Stadtjubiläum. Die Stationen DL0VW, DL0WOB, DL0EDV und DB0CF sind von drei Campingbussen aus gleichzeitig „in der Luft“, und auch die Emder Funkamateure sind unter ihrem eigenen Rufzeichen DF0VWE/p dabei. Siegfried Schwannecke, DB6OT, beteiligt sich mit Funkausrüstung an Bord seines Ultraleichtflugzeugs am Geschehen. Markus Dinklage, DL4AAZ, Matthias Uteschil, DG4AAZ und Detlef Schleicher, DJ3AK, unterstützen eine Pfadfindergruppe und nehmen im Oktober am „JOTA-Jamboree On The Air“ teil.

Unvergessen bleibt der 27. November 1988: Markus Dinklage, DL4AAZ, gelingt auf 145,55 MHz erstmalig ein Funkkontakt mit U2MIR, einem Funkamateur an Bord der sowjetischen Raumstation MIR.

„50 Jahre Wolfsburg“, Stand der Funkamateure auf der Festmeile in der Porschestraße
Während in der Wolfsburger „Fuzo“ heftig gefunkt wurde ….
…. erhob sich Siegfried, DB6OT/am ….
…. mit Funkausrüstung an Bord seines Ultraleichtflugzeuges in die Luft.

 

1989
Gerd Brueschke, mittlerweile OVV, hat nach zwei Jahren intensiven Akquirierens und Mobilisieren aller Kräfte mit einer 32-köpfigen Arbeitsgruppe Wolfsburger Funkamateure in mehr als 1.000 Arbeitsstunden Eigenleistung den Wasserturm ausgebaut.
Die feierleiche Einweihung der neuen Räumlichkeiten unter Beteiligung von Vertretern der Stadt Wolfsburg und der Ortsbürgermeisterin von Fallersleben, erfolgt am 22. September 1989.

Günter Thoss, DF5OL, knüpft unmittelbar nach der Grenzöffnung Kontakt zu den Funkamateuren in Wolfsburgs Partnerstadt Halberstadt.
Durch viele gegenseitige Besuche entstehen herzliche Freundschaften.

1989: Nach einer langen Bauphase und großem finanziellen Einsatz ….
…. mehr als 1.000 Stunden Eigenleistung durch die Vereinsmitglieder, ….
…. und in Anwesenheit aller Beteiligten, Förderer und Gäste ….
erfolgte am 22. September, zu den Klängen des Stadtwerkeorchesters, die feierliche Einweihung des neuen „Jugendraumes“.

 

1990
Bereits kurz nach der Grenzöffnung entsteht ein besonderes „deutsch-deutsches“ Gemeinschaftsunternehmen: Von Februar bis Mai veranstaltet der OV-Wolfsburg gemeinsam mit der Volkshochschule einen Morsekursus. Da es in Wolfsburg zu dieser Zeit keinen geeigneten Telegrafielehrer gibt, springen die Halberstädter Telegrafisten Heinz Bordé, Y22HG, und Bernd Villwock, Y24XG, ein und kommen hierzu extra aus Halberstadt angereist!

Im August erhält Wolfsburg ein weiteres und besonderes Amateurfunkrelais: Auf dem „Stufenhochhaus“ in Detmerode geht der Digipeater DB0WOB in Betrieb. Die Betreiber Peter Gödecke, DJ7GP, Gerd Heiny, DL2MD, und Dieter Hillebrecht, DJ9QP, entwickeln und betreiben die Anlage aus eigener Tasche und entlasten damit die Finanzen des Ortsverbandes.

Digipeater DB0WOB auf dem Stufenhochhaus Detmerode: Relaisbaugruppen
Digipeater DB0WOB auf dem Stufenhochhaus Detmerode: Geräteschrank
Antennenanlage Digipeater DB0WOB

 

1992
Die Mitglieder der Jugendgruppe beteiligen sich aktiv am Ballonfahrertreffen in Wolfsburg. Matthias, DL3ABB/am, überträgt life ATV-Bilder aus dem Korb eines Heißluftballons.

Die Teilnehmer am Ballonfahrertreffen 1992: v. l. n. r.: Mathias – DH????, Jens – DL6OCL, Richard -DK3RIC.
1992: DL3ABB/am kurz vor dem Abheben.

 

1995
Nach neun Monaten wird ein Morsekursus unter der Leitung von Christian Hillmer, DL1OD, zum Abschluß gebracht. Alle Teilnehmer bestehen auf Anhieb und gleichzeitig die Prüfung.

Glücklich nach bestandener Morseprüfung: V. l. n. R.: Torsten – DL4TSW, Norbert – DL9OCL, Jens – DL6OCL, Volker – DL1OCM, Richard – DH0OAM (jetzt DK3RIC), Hans-Joachim – DH9OAM (jetzt DL9OCM), Christian – DL1OD (Trainer).

 

1996
„Niedersachsen sind aktiv“ – unter diesem Motto des NDR zeigt eine Gruppe Wolfsburger Funkamateure Flagge und macht eine spektakuläre Ausflugsfahrt mit einem Volkswagen „Golf CitySTROMer“ auf den Gipfel des Brockens im Harz. Von hier oben erfolgen viele Funkverbindungen auf 144 MHz und in ATV.

Die mobilen Brockentouristen v. l. n. r.: Lutz – DG5AAC, Reinhard – DL3AAV, Mathias – DL3ABB, Gerd – DB7OB
Der Golf „CitySTROMer“ beim Auftanken auf dem Brocken

 

1997
Die Clubstation DL0VW im Wasserturm wird technisch aufgerüstet und erhält mit dem Yaesu FT-1000MP einen der modernsten und leistungsfähigsten Kurzwellentransceiver.
Für die Kurzwellenbänder 80 m und 40 m wird von Christian Hillmer, DL1OD und Marcus Dombrowski, DL8OCL, ein neuer Doppeldipol aufgebaut und exakt an die Umgebungsverhältnisse angepaßt.

Ein weiterer Morsekursus im Wasserturm unter der Leitung von Christian Hillmer, DL1OD, wird erfolgreich zum Abschluß gebracht.
Ende Oktober besucht ein Fernsehteam die Clubstation in Fallersleben und produziert einen Beitrag über die Wolfsburger Funkamateure, der in der N3-Sendereihe „Hallo Niedersachsen“ ausgestrahlt wird.

Nach eigenen Vorgaben von der Fa. Fritzel angefertigter Doppeldipol für 80 m / 40 m

 

1998
Das 1997 verabschiedete Amateurfunkgesetz und die neue Durchführungsverordnung bringen uns viele Veränderungen:
Unsere Amateurfunklizenz heißt jetzt „Amateurfunkzeugnis“, und Newcomer erhalten leichteren Zugang zum Amateurfunkbetrieb.
Der erste Kandidat in der neuen Zeugnisklasse 3, Wolfgang Schmolke, erhält nach bestandener Prüfung das erste DO-Rufzeichen im Ortsverband Wolfsburg: DO1OHW.
Aber auch die Auflagen für den Betrieb von Amateurfunkanlagen werden strenger: Zukünftig muß jeder Funkamateur Nachweis über die Einhaltung strenger EMVU-Grenzwerte zum Schutz von Personen in elektromagnetischen Feldern erbringen. Viel schlimmer noch: Es gelten besondere Schutzanforderungen für die Träger medizinischer Implantate wie z. B. Herzschrittmacher. Dadurch wird der Betrieb auf dem 10 m-Band massiv eingeschränkt. Wir sammeln erste Erfahrungen mit speziellen Antennen- und den für uns Funkamateure völlig neuen Feldstärkeberechnungen und -messungen.

Wilfried – DH3AAI und Christian – DL1OD beim messen elektrischer Feldstärken am Funkturm in Barwedel
Wir machen uns Gedanken, ob wir zukünftige solche Warnschilder vor unseren Funk-QTHs aufstellen müssen

 

1999
Die Amateurfunkausbildung in Wolfsburg geht neue Wege: Klaus Hanschmann, DL8MTG, erhält das erste Ausbildungsrufzeichen im OV-Wolfsburg. Unter dem Call DN1OTG (später DN2VW) dürfen fortan auch Nicht-Funkamateure Funkbetrieb auf den Amateurfunkbändern tätigen. An unserer Clubstation im Wasserturm Fallersleben entsteht reger Ausbildungsbetrieb.

Im März gibt es von Klaus Stamm, DL6CY, und Christian Hillmer, DL1OD, Anleitungen und Schulungen für den Umgang mit der „Selbsterklärung nach RegTP-Verfügung 306/97“. Mit Hilfe geliehener Feldstärkemessgeräte werden Messungen elektrischer und magnetischer Feldstärken an etlichen Amateurfunkstellen in Wolfsburg durchgeführt.

 

2000
OVV Horst Bluem, DF2HBW, hat zum einem ersten „Frühlingsfest“ eingeladen. Eine große Anzahl von Funkamateuren aus Nah und Fern besucht im Mai die große Grillfeier bei DL0VW. Viele weitere Frühlingsfeste, die manchmal auch zum Sommerfest werden, folgen.

Unter der Leitung von Klaus Hanschmann, DL8MTG, findet im Juni eine Fahrt zum Rundfunkmuseum in Königswusterhausen statt.

Im Oktober erhalten wir von der Deutschen Telekom AG eine besondere Genehmigung und besuchen mit 20 Teilnehmern die Rundfunksendestelle Nauen bei Berlin.

Unter der Leitung von Peter Bieber, DG5ACX, und Andrea Bieber, findet im Oktober ein großes ATV-Treffen mit mehr als 45 Teilnehmern statt, die zum Teil sogar aus dem Raum Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern anreisen. Wolfsburg ist auf bestem Wege, eine „Hochburg für ATV- und GHz-Spezialisten“ zu werden.

Marcus, DL8OCL und Steffen, DO4OSS, beginnen mit ersten APRS-Versuchen und errichten im Wasserturm einen Test-Umsetzer.

Oktober 2000: Wolfsburger Funkamateure vor einem der von vier der modernsten 500 KW-Kurzwellensender in der Rundfunksendestelle in Nauen bei Berlin.
Der Muthesius-Bau, das Sendegebäude der Kurzwellenstation in Nauen. Daneben eine von vier drehbaren Kurzwellen-Richtantennen mit integrierten 500 kW-Sendern.

 

2001
Die nun regelmäßig stattfindenden „Gigahertz-Treffen“ bleiben nicht ohne Folgen: Im Frühjahr fällt die Entscheidung, in Wolfsburg ein 10- und 24 GHz-ATV-Relais aufzubauen. Das Projekt findet nicht nur reges Interesse sondern auch etliche Sponsoren. Am 14. Juli wird als erster wichtiger Meilenstein in Fallersleben eine 10 GHz-Bake mit 1 Watt Sendeleistung in Betrieb genommen.

Die Jugendgruppe unter der Leitung von Klaus Hanschmann, DL8MTG, beteiligt sich an einer vom Distrikt Niedersachsen arrangierten Öffentlichkeitsveranstaltung in verschiedenen Supermärkten im Raum Braunschweig.

Im April gibt es eine weiter Exkursion zum Rundfunksender des „Deutschlandfunk“ und „Mega-Radio“ in Cremlingen.

Im Rahmen des „Frühlingsfestes“ erhalten viele Newcomer erstmalig die Gelegenheit zur Teilnahme an einer 80 m-Fuchsjagd. Nach Abschluß letzter Instandsetzungsarbeiten mit optimal installierten Vorverstärkern hat DL0VW jetzt die empfindlichste Antennenanlage in seiner Geschichte.

Aus Anlaß des 50-jährigen Bestehens des Ortsverbandes Wolfsburg vergibt DL0VW im Dezember den Sonder-DOK „50WOB“.

14. Juli 2001: Inbetriebnahme der 10 GHz-Bake bei DL0VW. V. l. n. R.: Rolf – DL8SS, Hans – DF7OH, Peter – DL5AU, Peter – DG5ACX, Eckehard – DK2CH.
Jugendgruppe H24 bei der „DARC-Maggi“-Aktion im März 2001: Florian – DL3OCG und Marcus – DL8OCL.
Wolfsburger OMs im Gebäude des Mittelwellensenders in Cremlingen
Besichtigung des Antennenfeldes in Cremlingen.
Öffentlichkeitsarbeit; 80 m-Fuchsjagd im Rahmen eines großen Sommerfestes des der Technischen Entwicklung von Volkswagen. Christian – DL1OD und Norbert – DF5AC am Start- und Zielpunkt.

 

2002
Nachdem der DARC OV Wolfsburg H24 im Dezember 2001 50 Jahre alt geworden ist, finden im Januar 2002 die Jubiläumsfeierlichkeiten in der Gaststätte Föhrenkrug in Wolfsburg statt. Neben den OV-Mitgliedern sind viele ehemalige Mitglieder, Gäste aus den benachbarten Ortsverbänden, aus den Partnerstädten, die Bürgermeister aus Wolfsburg und Fallersleben sowie Vertreter der Lokalpresse anwesend. OVV Christian Hillmer gibt einen Rückblick auf 50 Jahre Vereinsaktivitäten. Der erste Clubsender von DL0VW, ein AM-Kurzwellensender, der beim Förderverein Amateurfunk in Grafing bei München aufbewahrt wird, wird im Rahmen einer Ausstellung zusammen mit anderen alten Amateurfunkgeräten den Gästen präsentiert.

Titelseite der Festschrift „50 Jahre Amateurfunk in Wolfsburg“

 

2007
Vom Sommer an muß sich unsere Clubstation im Wasserturm Fallersleben ihren Standort mit kommerziellen Mobilfunknutzern teilen. Anstatt der mittlerweile erforderlichen und im Amateurfunk erlaubten EMVU-Selbsterklärung, entsprechend der „BEMFV-Verordnung“, ist für den Standort von DL0VW und DB0HVF von nun an eine kostenpflichtige Standortbescheinigung der Bundesnetzagentur BNetzA erforderlich. Peter – DJ7GP, Horst – DF2HBW, Christan – DL1OD und Christian – DO7NPN erarbeiten in Zusammenarbeit mit der Deutschen Funkturm GmbH und unserem Vermieter, den Stadtwerken Wolfsburg, einen Vertrag der sicherstellt, dass wir pro Jahr dreimal kostenlos eine neue Standortbescheinigung anfordern können. Die Kosten hierfür müssen zukünftig von der DFMG GmbH übernommen werden.

Für die Erstellung einer ersten EMVU-Standortbescheinigung führen Peter, DG5ACX, Peter, DJ7GP, Klaus, DL6CY, Christian, DL1OD und Detlef, DJ3AK im August gemeinsam mit einem Messteam der BNetzA Außenstelle Hannover erste gemeinsame Feldstärkemessungen im Frequenzbereich 1,8 MHz bis 52 MHz rund um den Wasserturm durch.

 

2011
Im Januar beantworten wir dem Mitteldeutschen Rundfunk MDR im Rahmen der langjährigen Serie „Außenseiter-Spitzenreiter“ die Frage, ob und wo heute noch Morsetelegrafie genutzt wird. Die Antwort ist ganz einfach: in Wolfsburg natürlich!

Hier hat sich seit mehreren Jahren eine aktive Contestgruppe mit Mitgliedern aus alten und neuen Bundesländern etabliert, die bei Morsewettbewerben immer wieder die vorderen Plätze belegt.

Das kleine Redaktionsteam um den Produzenten Hans-Joachim Wolfram interviewt uns in unserem Clubheim und erstellt einen aussagekräftigen Kurzbeitrag, der im MDR ausgestrahlt wird.

Hier der Beitrag: https://www.youtube.com/watch?v=n5qf7LprIvI

„Dreh“ des „Außenseiter-Spitzenreiter“-Beitrages zum Thema Morsetelegrafie im Wasserturm Fallersleben: V. l. n. R.: Christian – DL1OD, Jürgen – DF3OL, MDR-Produzent Hans-Joachim Wolfram.
Dreh-Pause: MDR-Produzent Hans-Joachim Wolfram, Detlef – DJ3AK, Lutz – DL1RNN.
Einfache Morse-Funkgeräte und handgefertigte Präzions-Morsetasten (ehemalige Meisterarbeit von Jürgen – DF3OL)

Nachdem es bereits seit mehreren Jahren Kontakte einiger Wolfsburger Clubmitglieder zu den Funkamateuren des „Mayo Radio Experimenters Network“ im irischen County Mayo gab, ist im September eine kleine Gruppe der dortigen Funkamateure zu Gast im Ortsverband Wolfsburg. Die Besichtigungstour durch die Fahrzeugfertigung bei Volkswagen und die großen Menschenmengen beim Schichtwechsel bieten ungewohnte Eindrücke für unsere Gäste. Besuche in der Autostadt und die Amateurfunkmesse „Interradio“ in Hannover sind weitere Höhepunkte des Besuchs. Natürlich gibt es auch eine ausgiebige Feier im Wasserturm, an der viele Vereinsmitglieder und Gäste teilnehmen.

Funkamateure aus Irland zu Gast in Wolfsburg: Die Gäste des „Mayo Radio Experimenters Network“ bei DL0VW in Fallersleben.
Irische Funkamateure zu Gast bei DL0VW. V. l. n. r.: Adrian – EI2HAB, Mike – EI2EO, David – EI3ECB, Brendan – EI6IZ.

 

2015
Anlässlich dessen 95 jährigen Bestehens besucht der OV den Sender Königswusterhausen bei Berlin, von dem aus maßgeblich die Geschichte des Rundfunks in Deutschland mitgeschrieben wurde. Die mitreisenden XYLs besuchen zeitgleich das Schloss Sanssouci in Potsdam, in dessen Nähe anschließend gemeinsam ein zünftiges Essen eingenommen wird.

Teilnehmer der Exkursion im Museum Königswusterhausen (v.l. DK5OU, Gast, Museumsmitarbeiter, DK1WB, DG2ON, DJ7GP, DJ3JD, DF2HBW)

 

2016
Die erfolgreichen Ausbildungsaktivitäten von Christian Hillmer, DL1OD, führen zu sieben neuen Lizenzerteilungen und sechs neuen Mitgliedschaften im DARC.

DL1OD mit den Neulizenzierten vor der BNetzA

Hans Eichel, DK1WB, nimmt die Tradition der Morselehrgänge im OV wieder auf. Obwohl das Morsen für die Erlangung der A-Lizenz nicht mehr gefordert wird, nimmt das Interesse an dieser ältesten Betriebsart wieder zu und es bilden sich regelmäßige OV-Runden in CW auf der Kurzwelle.

Die auf Anregung von Uwe Oetjens, DL4OAW, im Jahr 2015 mit der Stadt Wolfsburg aufgenommen Gespräche über die Beteiligung des OV H24 an Katastrophenschutzübungen münden in einen offiziellen Auftrag des Oberbürgermeisters an den OV, mit einer „Notfunkgruppe im Fernmeldedienst“ im Katastrophenschutz der Stadt mitzuwirken.

Hans Eichel, DK1WB, motiviert das Lehrerkollegium des Ratsgymnasiums, sich für einen Funkkontakt ihrer Schule zur Besatzung der ISS zu bewerben, der vom OV funktechnisch unterstützt und voraussichtlich Anfang 2018 mit dem Astronauten Alexander Gerst zustande kommen wird.
Die guten Beziehungen zur Stadt beginnen sich auszuzahlen: Für das 70cm Relais DB0VW wird ein neuer Standort im Hochhaus Don Camillo in Detmerode gefunden und ungewöhnlich schnell genehmigt. Reinhard Eckert, DL3AAV, baut das Relais dafür zusammen mit einer 48h-Akku-Pufferung in einem professionellen Blechschrank neu auf. Kurz darauf erfährt der OV, dass Don Camillo wegen Asbest-Verseuchung in wenigen Jahren abgerissen werden soll. Die Suche nach einem neuen Standort beginnt.

DB0VW mit Notstromversorgung nach dem Umbau durch DL3AAV

Zum wiederholten Mal nimmt der OV an den DARC-Fieldday-Wettbewerben CW (in Nordsteimke auf dem Windmühlenberg) und SSB (in Grafhorst auf der Wiese von Kalle Allermann, DK6AL) teil. Die im Laufe der Jahre stetig verbesserten Antennen und die guten Leistungen der Operator werden mit hervorragenden Platzierungen in der QRP-Klasse belohnt:
CW Platz 1, SSB Platz 3.

Artikel der „Wolfsburger Nachrichten“ über den CW-Fieldday

Wolfgang Wulfgen, DK5OU, vermittelt einen Besuch bei der Firma Airbus in Bremen, wo die Teilnehmer über die dortigen Raumfahrtaktivitäten informiert werden (u.A. Spacelab, ISS-Columbus).  Ein Besuch in Wolfgangs QTH mit Kaffee und Kuchen von XYL Elvira rundet diese Exkursion ab.

Exkursionsteilnehmer vor der „Glocke“ am Bremer Marktplatz

Hans Eichel, DK1WB, bewirbt sich bei  Radio FFN für eine Teilnahme des OV an dem Projekt „FFN vereint“. Der OV erhält eine Homepage bei Radio FFN und gewinnt die Aufnahme eines Werbespots, der 30 mal bei FFN im laufenden Programm zu hören ist. Für den Werbespot wird  der Distriktjugendreferent Gerrit Herzig, DH8GHH, im Braunschweiger FFN-Studio interviewt.

(Link zum Anhören des FFN Werbespot)

Nach längeren Gesprächen zwischen der Gemeinde Barwedel und Peter Bieber (DG5ACX) und Funkfreunden aus dem OV Z01 (Micha Przybilla, DD2MIC und Niels-Holger Siegmund, DH1ALF) gelingt es, einen Raum im ehemaligen Aufklärungsfunkturm der Bundeswehr in Barwedel günstig anzumieten. Der OV beteiligt sich an der Planung und dem Aufbau eines Hamnet-Knotens, der Anfang 2017 in Betrieb gehen und den OV-Mitgliedern den Zugang ins Hochgeschwindigkeits-Amateurfunk-Multimedia-NETz, kurz HAMNET, ermöglichen wird. Näheres findet sich hier.

Der OV beschließt das Jahr mit einer sportlichen Wanderung auf den Brocken und besichtigt dabei die Wetterwarte, auf deren Plattform die bekannte Kamera des ATV-Relais DB0HEX steht.

Teilnehmer an der Wanderung auf der Plattform der Wetterstation auf dem Brocken

Die Ortsverbandsvorsitzenden im OV-Wolfsburg:
1951 – 1956 Hasso Demgenski, SWL
1956 – 1961 Siegfried Sorber, DJ6GO
1962 – 1963 Wolfgang Schäling, DL9MP
1963 – 1969 Gerd Schnabel, DJ7GS
1969 – 1971 Alfons Plicht, DJ6XR
1971 – 1973 Peter Gödecke, DJ7GP
1973 – 1975 Gerhard Heiny, DL2MD
1975 – 1979 Bernd Laatz, DJ9RK
1979 – 1981 Martin Hilmes, DJ8QY
1981 – 1983 Alfons Plicht, DJ6XR
1983 – 1983 Lothar Ott, DF8AQ
1983 – 1987 Hellmut Steckhan, DL6AAJ
1987 – 1991 Gerd Brueschke, DB7OB
1991 – 1995 Günter Thoss, DF5OL
1995 – 1999 Norbert Lock, DL9OCL
1999 – 2001 Horst Blüm, DF2HBW
2001 – 2005 Christian Hillmer, DL1OD
2005 – 2011 Peter Gödecke, DJ7GP
2011 – 2013 Lutz Gutheil, DL1RNN
2013 – 2014 N. N.
2014 – 2016 Peter Bieber, DG5ACX
2016 – 20xx Dr. Hans Eichel, DK1WB

Autoren: Horst – DF2HBW
Christian – DL1OD
Hans – DK1WB

Stand 18.08.2017, Fortsetzung folgt …..

 

4 Gedanken zu „DARC e. V. Ortsverband Wolfsburg im Rückblick“

  1. Hallo lb Christian,
    ich weiß sehr wohl, wieviel Arbeit in der Dokumentation dahintersteckt.
    Für mich war es sehr informative Einblicke. (zwar in meiner Nähe, aber hinter dem Gartenzaun)

    Nocheinmal vielen Dank 73, Bernd

  2. Sensationell! Herzlichen Dank Christian für diese einmalige Zeitreise in die Welt der Funkamateure im Ortsverband Hotel 24. Das Hobby Amateurfunk muss weiterleben…

    73, Jürgen

  3. Sehr schöne Dokumentation, danke und großes Lob für die viele Arbeit die da drin steckt.
    Da sind sogar ein, zwei Bilder meine Vaters dabei, die ich noch nicht kannte 🙂

    73,
    Ekki, DF4OR

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