Mini-Fieldday unter Corona-Bedingungen

Der Martin (DL5MB) und ich, Peter (DL4ABB) sind die beiden neuen OV H24 Mitglieder. Wir sind von H46 hier her gewechselt. Heute haben wir, zusammen mit Andreas (DM6AT), eine spontane Funkaktivität gestartet. Zu viele Antennen blieben liegen und warteten auf einen ersten Test. RP Antennen für alle Lebenslagen. Meine Antennen sind leistungsstarke Leichtgewichte. Gut  für unterwegs oder auch für den Rucksack.

Ich hatte heute eine W3DZZ, eine 3-Band EFHW, einen 3-Band Dipol und eine Leichtbauversion der PD7MAA Antenne im Gepäck. Die Traps der W3DZZ bestehen bei mir aus einer Luftspule 8,2µH und einem 60pF Silvermica Glimmer Kondensator mit 5% Toleranz. Mit PVC Rohr und 2 Endkappen haben diese Traps gerade mal 6cm Länge bei einem Durchmesser von 25mm. Die Traps des 3-Band Dipols bestehen aus dem Ringkern T50-6 und einem 100pF Silvermica. Für die Traps der 3-Band EFHW habe ich mich der Picotraps von Sotabeams bedient. Auch bei den Transformationsgliedern habe ich darauf geachtet, dass sie so klein wie möglich sind.

Die W3 ist auf allen Bändern (nicht WARC) soweit resonant, als dass das schlechteste SWR 1,5:1 ist. Damit kann man gut leben. Die Performance dieser Antenne ist genial. Ich habe sie mit einem 10m Stück RG316 gespeist. Am WSPR mit 1 Watt betrieben hat sie Spots in ganz Europa, Moskau und Nordamerika gebracht. Die beiden 3-Band Antennen sind für meinen LNR Mountaintopper, dessen GO-Box ich heute auch ausprobierte, gedacht. Beide Antennen sind auf den Bändern 20, 30 und 40m resonant. So ist es möglich, ohne Tuner mit dem Mountaintopper unbeschwerten Betrieb zu machen. Die PD7MAA Endfed hat eine Gesamtlänge von knapp 23m und ist für 10-80m gedacht. Ich habe die 110uH Spule auf einen 20mm PVC Kern Gewicht gewickelt, ausgemessen und verkapselt. Antenne und Koppler wiegen nur 164 Gramm. Entgegen der Legende benutze ich einen 1:49 Übertrager ohne Kondensator.

Martin wollte an diesem schönen Tag seine alte W3DZZ in den Wind hängen. Es ist nicht klar, ob diese Antenne überhaupt funktioniert. Er brachte dazu einen schweren 10m NVA Schiebemasten mit. Dort, wo wir waren, war einmal eine Schrankenanlage. Davon steht hier nur noch ein aus der Erde ragendes U-Eisen. Da kann man völlig unbeschwert einen schweren Mast befestigen. Bei Martins W3 handelt es sich um ein echtes Schwergewicht. Sie sieht sehr alt und verwittert aus. Aber der Mast hatte keine Probleme sie zu tragen. Diese Antenne hatte soviel Spannweite, das der gesamte Platz überspannt war. Als Funkgerät diente der große ICOM IC7400 im Kofferraum des Autos. Der Antennenanalyzer hatte bereits vorweg genommen, was der Versuch nur noch bestätigte. Auf 80m war die Antenne Top und hatte auch ein gutes SWR. Auf allen anderen Bändern war sie nicht zu gebrauchen. Das beste SWR war 2,3:1 und wurde nur noch schlechter. Vermutlich haben die Traps irgendeinen Defekt. Dem werden wir nachgehen. Martin hatte seinen „Morserino“ dabei. Dabei handelt es sich um einen CW-Lerncomputer, der auch als Keyer eingesetzt werden kann und auch CW-Signale decodiert. Auf 80m kam es zu einem CW Kontakt mit einer englischen Station.

Andreas hatte seinen FT817 und WSPRT Equipment mitgebracht. Als Antenne baute er seine PAC-12 auf. Dabei handelt es sich um eine KW Multibandantenne. Diese Antenne besteht aus einer Erdspitze, einer ca. 12cm langen Spule, auf der man einen Gleitschieber verschieben kann, einen geschraubten Strahler und einem 2,53m langen Teleskopstrahler. Desweiteren gehören eine Hand voll Radialpärchen dazu. Je nach Band wird die Antenne unterschiedlich aufgebaut. Auch die Wahl der Radialpärchen ist entscheidend. Das SWR wird dann durch Verschieben des Gleiters auf der Spule eingestellt. Im Gegensatz zur MP1 hat die PAC-12 ihren Schwerpunkt ganz unten. So ist der kleine Erdspieß absolut ausreichend zum Tragen der Antenne. Mit ein bisschen Übung ist diese Antenne ruckizucki aufgebaut und abgeglichen. Andreas machte zunächst auch WSPR auf verschiedenen Bändern. Diese kleine Antenne hat eine brillante Performance. Spots bis runter ins Mississippi Delta wurden erreicht. Dann der Knaller auf dem 15m Band !!! Nach nur 5 Minuten konnte Andreas ein Big-Gun Pileup einer K1 Station knacken. Für den vorangegangenen WSPR Test kamen ein FT-817, ein Wolphi Modem und ein Android Handy zum Einsatz.

Ausführliche Bildergalerien mit Beschreibung der selbstgebauten W3DZZ, 3-Band Trap EFHW, 3-Band Trap Dipol und der PD7MAA Endfed (und viele andere mehr) befinden sich auf meinem Facebook Account: https://www.facebook.com/nurPeter

 

Peter, DL4ABB

Jürgen Koch

Autor: Jürgen Koch

1. Stellvertretender OVV Pressereferent

3 Gedanken zu „Mini-Fieldday unter Corona-Bedingungen“

    1. Moin Bernd….ich habe diese PD7MAA schon ein paar mal gebaut. Dabei hebe ich festgestellt, das sie mit dem 1:49 besser läuft als mit dem 1:64 !!
      Viel Erfolg, es 73 de Peter DL4ABB

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