Bericht von DL1RNN vom CW Fieldday 2017 des OV H24 unter dem Rufzeichen DM4G/p

Der OV Wolfsburg nahm wie in den letzen Jahren auch wieder mit dem bewährten Team am CW-Fieldday auf dem Windmühlenberg in Nordsteimke teil.

Teilnehmer:
-Christian, DL1OD: Aufbau, Abbau, OP
-Uli, DM5EE (ex. DL2HBX): Aufbau, OP, Abbau
-Hans, DK1WB: Aufbau, OP, Abbau
-Jürgen, DF3OL: Aufbau, OP, Abbau
-Klaus, DL8TG: Aufbau, OP, Abbau
-Lutz, DL1RNN: Aufbau, OP, Abbau
-Bernhard, DL5BL: Aufbau, Abbau
-Detlef, DJ3AK: Aufbau, Abbau
-Günter, DL8GL: Aufbau, Abbau, Antennen drehen, …
-Alex, DK5ER: Einladen, Bereitstellung des Anhängers, Grillen, Abbau
-Jürgen, DO1OL: Aufbau, Abbau

Die Anmeldung hatte DL1RNN bereits Anfang Mai erledigt, und die Genehmigung vom Eigentümer des Grundstücks war auch rechtzeitig da.

Die Wettervorhersage für das erste Juni-Wochenende, an dem immer der CW-Fieldday stattfindet, war nicht so überragend. Es war für Samstag und Sonntag Regen, Sonnenschein und für Samstag Nachmittag von 14-18 Uhr Gewitter angesagt. Es gab in den Tagen davor einige kräftige Gewitter und etwas außerhalb hat es Samstag früh tatsächlich gewittert und es gab Fragen, ob wir den Fieldday wirklich durchführen.

Die Regenvorhersage hat gestimmt. Das Gewitter hat sich zum Glück vorher in „Luft“ aufgelöst. Beim Aufbau hatten wir etwas Regen und während des Contest hat es speziell ab ca. 02:00 Uhr bis ca. 12:00 Uhr am Sonntag teils kräftig geregnet. Zum Glück war dann ab 12:00 Uhr der Regen vorbei, es gab Sonne und mäßigen bis kräftigen Wind und so war alles bis zum Abbau wieder trocken!

Wir haben wieder unsere bewährte Standardtechnik eingesetzt:
– Elecraft K2 Transceiver mit Zubehör
– Spiderbeam auf dem 15m Mast
– 40m TripleLeg
– 2*32m Dipol als InvVee, Einspeisung ca. 18m hoch, die Enden ca. 7m hoch

Lutz, DL1RNN, hat seine 20 m TripleLeg mitgebracht und da 10 m in den Tagen davor öfter offen war, am Freitag Abend noch eine 10 m TripleLeg gebaut.

Als wir am Platz ankamen, war die Wiese noch nass und deshalb nicht gemäht worden. Hans fuhr deshalb zunächst zum nächsten Baumarkt und kaufte eine Sense und eine große Plane als Unterlage für das Zelt. Nachdem das Gelände einigermaßen gemäht war, wurde dann als erstes das Zelt aufgebaut und dann ging es an den Spiderbeam und den Dipol. Detlef hat dann die 40 m TripleLeg aufgebaut. Diese funktioniert ja auch auf 15 m ganz gut.
Der Beam lief auf Anhieb mit gutem SWR. Da alle Markierungen am Mast neu waren, haben wir ihn auch auf die volle Länge von 15 m ausgefahren. Dann musste Hans nochmal zum Turm fahren, weil wir die neue zusätzliche Abspannung für den 15 m Mast vergessen hatten. Es war dann aber alles rechtzeitig am Fieldday-Platz, denn wir hatten rechtzeitig mit dem Packen und Aufbauen begonnen.

Auf- und Abbau im eingespielten Team!

Wir haben diesmal ausschließlich eigene Akkus verwendet: 2*35 Ah Notfunk-Akkus fürs Funken und 2 mal 70 Ah Akkus von Detlef für den Computer. Das hat gereicht. Auch wurde der PC diesmal mit einem Wandler aus 12V versorgt, so dass wir den 220V Wandler nicht mehr brauchten.

Leider gab es mit dem Dipol und dem Hamware-Tuner Probleme. Es war zunächst kein Signal zu hören. Dann wurden Koax-Kabel ausgetauscht, und hin und her probiert. Es musste an den N/PL-Adaptern liegen (der OV verwendet durchweg die N-Norm aber der Tuner von Lutz hat noch PL-Buchsen). Bis zum Beginn des Contests wurde dann die Hühnerleiter verlängert und der Tuner ins Zelt verlegt und nur mit einem kurzen Kabel N/PL angeschlossen, mit dem es dann funktioniert hat. Wo immer möglich sollten Adapter vermieden werden, da sich unnötige Fehlerquellen einschleichen!
Das Internet kam diesmal wieder vom Hotspot eines Smartphones. Es gab während des gesamten Contest keine Beanstandungen.

Lutz hat nach dem Contestbeginn noch die 20 m und die 10 m TripleLeg aufgebaut. Die 20 m Antenne hat sofort gespielt, sie steht ja sonst auch im Garten von Lutz. Die 10 m TripleLeg wurde erst am Freitag vor dem Contest gebaut und musst noch optimiert werden.
Somit hatten wir auf den oberen Bändern immer 3 Antennen zur Auswahl:
– Spiderbeam
– Dipol
– TripleLeg
Wir haben es oft genutzt, 3 Antennen auf diesen Bändern zur Auswahl zu haben. Die TripleLegs waren mit ihrer Rundstrahlcharakteristik sehr gut dafür geeignet über das Band zu drehen. So konnte man bei Meldungen im DX Cluster schnell mal prüfen, ob man was hört, und dann mit dem Dipol oder der TripleLeg versuchen die Station zu arbeiten und wenn es damit nicht klappt, den Beam zum Einsatz zu bringen. Bei einem neuen Multi wurde auch schon mal der Beam in die Richtung gedreht, obwohl auf den anderen Antennen nichts zu hören war. Das Drehen des Beams war dann während des Regens eine feuchte Angelegenheit.

Das Stationszelt mit „Antennenwald“ hoch über Wolfsburg

Um 15:00 Uhr UTC hat Christian wie immer losgelegt. Wir haben uns erst auf die oberen Bänder konzentriert. Es wurden viele Verbindungen auch auf 15 m und 10 m gefahren. Er wurde dann durch Klaus, DL8TG abgelöst. Immer noch Konzentration auf die oberen Bänder, 40 m wurde dann einbezogen. Jürgen, DF3OL, hat dann auch 80 m einbezogen. Weil dort so viel los war, hat er 160 m für Uli, DM5EE, in der Nachtschicht übrig gelassen. Uli hat dann wieder 5 Stunden bis früh um 07:00 Uhr gefunkt. Wie gut der Dipol gespielt hat, sieht man am Ergebnis: Uli hat 5Z4 (Kenia) zuerst auf 160m und dann auf 80 m gearbeitet: Das ganze mit QRP (5 Watt), eigentlich unglaublich. 5Z4 kam auf 160 m sehr gut hörbar rein. Es hat auf 160 m eine Weile gedauert bis das QSO im Kasten war, aber auf 80 m hat es schon beim 2. Anruf geklappt. Wir haben 5Z4/DL2RMC/P insgesamt auf 4 Bändern erreicht!
Nach Uli folgten dann ab 7 Uhr UTC Hans, Christian, Lutz und nochmals Christian als OPs bis zum Contest-Ende um 15 Uhr UTC. Mit Beginn der Dämmerung konzentrierten wir uns wieder auf die oberen Bänder. Insbesondere auf 10 m ging es trotz des Sonnenflecken-Minimums wegen der Short-Skip-Bedingungen erfreulich gut.

Neben Günter, DL8GL, hätten wir uns noch mehr Beteiligung der noch nicht so erfahrenen Telegraphisten gewünscht, um das Contest-Team für die nächsten Jahre zu verstärken. Denn die Erfahrungen, die man als Co-OP in der Betriebstechnik sammeln kann, sind sehr wertvoll.

Station und Technik:
-Elecraft K2, 5 Watt
-Spider-Beam auf 15m Aluschiebemast
-40m Triple Leg
-20m Triple Leg
-10m TripleLeg (neu)
-2*32m Dipol mit Hühnerleiter, Einspeisepunkt ca. 17m hoch, Anpassung mit Hamware Tuner
-Dell-Laptop
-Winkey
– 2*32AH Notfunk Akkus
– 2*80AH Autobatterien
-12V LED Lampe
-Elecraft HexKey
-Alle Versorgungsleitungen wurden auf PowerPole umgestellt.

Die bewährte QRP-Contest-Station für CW

Hier ist das vorläufige Contest-Ergebnis (Zahl der QSOs, Multis und Punkte) von 2017:


Im Vergleich zu 2016 haben wir zwar wesentlich weniger QSOs (43) aber 48 Multis mehr. 10M und 15m haben es diesmal gut mit uns gemeint: Auf 10 m 26 Multis mehr und auf 15 m 17 zusätzliche Multis. Auch auf 160 m konnten wir uns verbessern. Lag es am Regen und dem nassen Boden?

Aber vergleichen wir es mit unserem bisher besten Ergebnis von 2014:


Auf 160 m und 80 m haben wir dieses Jahr wesentlich mehr Multiplikatoren und auch wesentlich mehr QSOs, 40 m fast gleich aber auf 20 m dieses Jahr 14 Multis weniger und auch fast 60 QSOs weniger. Es waren aber auf 20 m auch nicht mehr Stationen da. Auf 15 m und 10 m sind die Ergebnisse ungefähr gleich. Es fällt auf, das wir 2017 zwar nur 8 QSOs weniger haben aber über 100 QSO Punkte weniger. Wir haben in 2014 also mehr Portabel- oder DX-Stationen gearbeitet.

Es war ein sehr erfolgreicher Fieldday. Es hat Spaß gemacht, es gab viele Höhepunkte und wie immer auch noch Potenzial zur Verbesserung.

Natürlich haben wir die Zeit auch genutzt, um etwas abseits vom Stationszelt zu klönen und mit Unterstützung von Alex, DK5ER auch zu grillen. Und am Sonntagmorgen wurde wieder gemeinsam gefrühstückt. Dabei bewährte sich der Geräusch-kompensierte Bose-Kopfhörer von Hans für den Operator, der zum ersten Mal zum Einsatz kam, denn wegen des Regens wurde das Stationszelt auch zum Frühstücksraum.

Im nächsten Jahr wollen wir wieder dabei sein und würden uns über eine rege Beteiligung und auch über mehr Besucher aus dem OV sehr freuen.

Das Contest-Team (v.l.): DK1WB, DM5EE, DL5BL, DK5ER, DL1RNN, DJ3AK, DL8GL, DL8TG, DL1OD, DF3OL

Danke an alle, die dazu beigetragen haben, für das tolle Fieldday-Wochenende! Die Contestgruppe wird sich zu einem gemeinsamen Essen treffen, um das gute Ergebnis zu feiern und über Verbesserungspotential zu sprechen.

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