Buchvorstellung „Blackout“: Fiktion oder nahe an der Realität?

Ich habe die ruhige Zeit zwischen den Jahren genutzt, um den Thriller „Blackout“ von Marc Elsberg zu lesen (ISBN-10: 3764504455).

Die folgende Zusammenfassung ist der Rezension von Jürgen Priester entnommen.

An einem kalten Februartag brechen in Europa alle Stromnetze zusammen. Der totale Blackout. Der italienische Informatiker Piero Manzano vermutet einen Hackerangriff und versucht, zu den Behörden durchzudringen – erfolglos. Als Europol-Kommissar Bollard ihm endlich zuhört, werden dubiose E-Mails auf seinem Computer gefunden. Selbst unter Verdacht wird Manzano eins klar: Ihr Gegner ist ebenso raffiniert wie gnadenlos. Unterdessen liegt Europa im Dunkeln, und die Menschen stehen vor ihrer größten Herausforderung: Überleben.

Man kann Marc Elsbergs Debütroman nur als rundum gelungen bezeichnen. Mit schnellen Schnitten wechseln die Schauplätze innerhalb Europas, zeigen sowohl das physische und psychische Leiden der Bevölkerung, die kurzfristig bessere Stellung der Privilegierten, aber auch die krampfhaften Versuche, die komplexe Maschinerie wieder in den Griff zu bekommen. Der Leser wird daran erinnert, dass er in einer komplizierten Kunstwelt lebt und dass die Wand zum absoluten Chaos nur hauchdünn ist.
Blackout ist ein Werk, das nachhaltig in Erinnerung bleiben wird und das uns mahnen kann, dass der Wohlstand des einen immer auf Kosten eines anderen beruht.

Es wird mir unvergesslich bleiben, dass beim Lesen des Romans an einer besonders spannenden Stelle tatsächlich das Stromnetz an unserem Urlaubs-QTH auf der Insel Rügen für mehrere Stunden ausfiel, vermutlich begründet in dem draußen tobenden starken Sturm. Diese Situation empfand ich als absolut surreal. Nur die bereits brennenden Kerzen bewahrten uns vor der völligen Dunkelheit.

Ein großer langandauernder Stomausfall ist ein denkbares Szenario, dass auch von den Katastrophenschutzbehörden der Stadt Wolfsburg einem möglichen Hilfseinsatz der Funkamateure des OV H24 zugrunde gelegt und als Hintergrund für gemeinsame Übungen dienen wird.

Die folgende Link führt zu einem in der Wochenzeitung „Die Zeit“ abgedruckten Gespräch zwischen dem Präsidenten der Bundesnetzagentur Jochen Homann und dem Autor von „Blackout“ Marc Elsberg. Der Präsident der BnetzA bescheinigt dem Autor dabei, für seinen Roman gut recherchiert zu haben.
http://www.zeit.de/2012/50/Stromversorgung-Winter-Blackout-Marc-Elsberg-Jochen-Homann

Kleine Ursache, große Wirkung: Wie eine wegen einer Schiffsüberführung auf der Ems abgeschaltete Hochspannungsleitung zu einem großen Stromausfall für 15 Millionen Menschen führte.
http://www.zeit.de/zeit-wissen/2012/06/Stromnetz-Winter-Blackout-Stromausfall

 

3 Gedanken zu „Buchvorstellung „Blackout“: Fiktion oder nahe an der Realität?“

  1. moin moin, ich besitze natürlich auch dieses Buch. Den Beurteilungen des Buches durch die anderen Leser brauche ich nichts hinzu zu fügen. So ist es. Allerdings ist dies nicht nur ein sehr gut recherchiertes Sachbuch, sondern auch ein im Romanstil äusserst spannend geschriebener Thriller! Diese Kombination ist selten. Also es sprechen mehrere Gründe für den Erwerb dieses Buches, wo doch außerdem der Trend zum „Zweitbuch“ wieder ansteigt. Wer die enorme Ausgabe trotzden scheut, der bekommt das Buch von mir kostenlos geliehen!
    73 in die Notfunker Runde
    Reinhard DK7AT

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