60 m-Band für Funkamateure in Deutschland freigegeben

Heute hat die Bundesnetzagentur BNetzA per Amtsblattverfügung die Nutzung des 60 m-Bandes für Funkamateure in Deutschland freigegeben.

Mit der Amateurfunkzeugnisklasse A darf ab sofort im Frequenzbereich 5,3515 bis 5,3665 MHz mit einer Aussendungsbandbreite von bis zu 2,7 kHz und einer maximalen Sendeleistung von 15 Watt EIRP Betrieb gemacht werden.

Wir dürfen uns auf interessante Kontakte mit uns bisher unbekannten Ausbreitungsbedingungen freuen.

Viel Spaß beim Experimentieren auf dem 60 m-Band!

Erste Funkverbindung in Wolfsburg auf 60 m: Telegrafie-Kontakt zwischen DL1OD und 9A2AA, Tomislav in Split/Kroation.

8 Gedanken zu „60 m-Band für Funkamateure in Deutschland freigegeben“

  1. Super Sache, leider zu spät mitbekommen für das „zweite 60m-QSO“… ;0)
    15 W EIRP heißt übern Daumen wieviel Output in den Dipol?? Dipol müsste ja etwas Gewinn mitbringen… Obwohl – wird ja sicherlich nicht resonant sein… Wie wirds gerechnet? Faustformel??
    73 de Frank,
    DL4OCF

    1. Fall 1: Du sendest mit einem auf 5,35 MHz abgestimmten Dipol: Gewinn 2,15 dBi, –> Faktor 1,64
      Deine Senderausgangsleistung darf maximal 15 Watt EIRP dividiert durch 1,64 = 9 Watt betragen !

      Fall 2: Du verwendest einen 3,5 MHz-Dipl: Gewinn ca. 3,0 dBi, –> Faktor 2
      Deine Senderausgangsleistung darf maximal 15 Watt EIRP dividiert durch 2 = 7,5 Watt betragen !

      Bei Fragen bitte melden.
      73, Christian DL1OD

  2. Dank meines K3, der schon für 60m einsatzbereit war, konnte ich vom ersten Tag an schon schöne Kontakte in cw knüpfen. Das Verhalten des Bandes ist interessant. Bleibt es doch nach meiner bisherigen Erfahrung fast rund um die Uhr offen für Europa.
    Ich arbeite mit 10W output an einer 7,5m langen Vertikal.

  3. Meine im vorangegangenen Kommentar gemachte Überschlagsrechnung muß ich nach näherer Recherche etwas korrigieren bzw. konkretisieren:

    Der Gewinn eines Dipols in Höhe von 2,15 dBi gegenüber isotropen Strahler gilt nur im Freiraum.
    Bei geringen Aufbauhöhen, wie sie bei unseren Afu-Drahtantennen durchweg üblich sind, erhält der Dipol durch die Erdbodennähe eine Steilstrahlcharakteristik. Der Gewinn für steilere Abstrahlwinkel ist deshalb deutlich höher als die uns vertrauten 2,15 dBi. Er liegt eher bei 6 dBi.

    Im Falle eines auf 5,35 MHz abgestimmten Dipols bedeutet dies: Gewinn 6 dBi, -> Faktor 4.
    Die Senderausgangsleistung darf maximal 15 Watt EIRP dividiert durch 4 = 3,75 Watt betragen !

    Selbst wenn man Kabeldämpfungen und Fehlanpassungen mal sehr großzügig mit 3 dB kalkuliert, läge das Maximum der zulässigen Senderausgangsleistung dann bei immer noch geringen 7,5 Watt.

    Bei Verwendung eines 80 m- oder 40 m-Dipols ergeben sich bzgl. maximaler Ausgangsleistung nur marginale Änderungen.

    Fazit:
    Das 60 m-Band bietet uns Funkamateuren aufgrund seiner Lage zwischen 80 m und 40 m bisher wenig bekannte und vielversprechende Ausbreitungsbedingungen. Das QRM scheint geringer zu sein als auf den beiden benachbarten Bändern 80 m und 40 m.

    Unser neues, nur sehr schmales 60 m-Bandssegment ist eigentlich so etwas wie ein „ideales QRP-Band“, und so sollten wir es auch behandeln.

    Anmerkung: Für die Feldstärkeberechnung bei Erstellung der BEMFV-Selbsterklärung ist i. d. R. nicht die Steilstrahlung, sondern die Flachstrahlung eines Dipols maßgeblich. Deshalb ist es kein Widerspruch hierfür mit 2,15 dBi zu rechnen.

    73 de Christian, DL1OD

  4. ja, auch ich hatte bereits gleich auf 60m gearbeitet, zum Glück ist meine G5RV recht breitbandig und ging recht gut. Bedarf aber alle noch einer genauen Anpassug oder als Neubau für QRP draußen ..?

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