IARU-SSB-Fieldday für „Newcomer“

Am Wochenende 1./2. September hat der DARC e. V. Ortsverband Wolfsburg wieder am internationalen IARU-Fieldday-Contest in SSB teilgenommen.

Während wir bei vergangenen Veranstaltungen immer um Sieg und Platz gekämpft haben, stand diesmal die Contest-Funkausbildung neuer Vereinsmitglieder im Vordergrund.

Diesem Zweck entsprechend hatten wir auch die Teilnehmerklasse ausgewählt: Mit 100 Watt Sendeleistung lassen sich in Fonie leichter viele Verbindungen tätigen als mit den bei uns sonst üblichen fünf Watt. Die Beschränkung auf nur eine einzige Drahtantenne und der Verzicht auf DX-Cluster-Unterstützung aus dem Internet vereinfachen die Bedienabläufe für den Contest-Operator und erlauben deutlich entspannteren Wettbewerbs-Funkbetrieb.

Ein Teil der SSB-Fieldday-Mannschaft 2018: v. l. n. r.: Christian – DL1OD, Detlef – DJ3AK, Jürgen – DF3OL, Newcomer Martin – DO2MJ, Lutz – DL1RNN, Michael – DK6AC, Hans – DK1WB. Im Hintergrund der Funkwohnwagen von Thorsten, DB2TK.

Vorbereitet wurde dieses Contest-Wochenende von einem neunköpfigen „Kernteam“, das von weiteren Funkamateuren aus Wolfsburg und Umgebung unterstützt wurde. So hatte uns Alex – DK5ER, seinen PKW-Anhänger für den Materialtransport am Clubheim Wasserturm-Fallersleben bereitgestellt. Thorsten – DB2TK, hat uns seinen Funk-Wohnwagen ausgeliehen. Die Fielddaywiese in Grafhorst stellt uns seit mittlerweile mehr als 40 Jahren !!! Kalle – DK6AL, zur Verfügung.

Fieldday-Contest mit nur einer einzigen Antenne, da ist Sorgfalt angesagt: Aufbau der 2x 32 m Doppelzepp auf 15 m-Mast.
Unverhoffte Unterstützung beim Aufbau erhielt die Mannschaft von Berhard – DL5BL, der auf einmal da war und kräftig mit anpackte.
Dank des Funk-Wohnwagens von DB2TK brauchen wir das große Zelt diesmal nicht mitnehmen. Zwei leichte Pavillons haben für ausreichenden Sonnenschutz gesorgt. Wir hatten einen Grill dabei.

Trotz sehr schlechter Ausbreitungsbedingungen konnten in der Wettbewerbszeit von Samstag, 15:00 MESZ bis Sonntag, 15:00 Uhr MESZ mehr als 450 Funkverbindungen getägtigt werden. Fast die Hälfte dieser Verbindungen tätigten unsere Contest-Newcomer Andreas – DB2AJ und Martin – DO2MJ. Unterstützt wurden sie bei den ersten QSOs von Lutz – DL1RNN, Michael – DK6AC, und von Christian – DL1OD. Schon nach kurzer Zeit konnten die Beiden Transceiver und zugehörige Logger-Software alleine bedienen. Aufmerksame Zuhörer waren die beiden SWLs Jan und André, die im Laufe des Samstag Abend zu uns gestoßen sind.

Andreas – DB2AJ, hat schon länger sein Amateurfunkzeugnis. Dieser Fieldday an der Station von DL0VW/p ist jedoch sein erster „richtiger“ Contest.
Martin – DO2MJ, hat sein Rufzeichen erst seit ein paar Monaten. Bis spät in die Nacht sammelte Martin einen guten Teil der Punkte und Multiplikatoren auf 160 m und 80 m ein.
Im Funkshack von DL0VW/p, v. l. n. r.: Martin – DO2MJ, Michael – DK6AC, Andreas – DB2AJ und SWL Jan, der sich gerade auf die Prüfung zum Amateurfunkzeugnis vorbereitet.
SWL André (rechts) ist ebenfalls im „Anflug“ auf das Amateurfunkzeugnis.
Zwischendurch durften auch die „alten Hasen“ mal ran: Hier mischt Rainer – DL9OE, gerade das 20 m-Band auf.
Lutz – DL1RNN hat viel auf 20 m und 40 m gearbeitet. Leider gab es diesmal fast keine Öffnungen auf 15 m und 10 m.

Der Wettergott war uns gnädig an diesem Wochenende, was dazu führte, das etliche Besucher zu unserem Contest-Standort in Grafhorst kamen. Außerdem lief parallel zum Fieldday- auch noch der VHF-/UHF-Contest, bei dem Michael – DK6AC, einige QSOs fahren konnte.

Fieldday-Gäste am späten Samstag Nachmittag: Peter – DJ7GP und Uwe – DL4OAW.
Entspannter Smalltalk in der Contest „Chillout-Zone“: Jürgen – DO1OL mit XYL Kerstin, Uwe – DO8UST und Martin – DO2MJ (hat gerade Funk-Pause).
Michael – DK6AC, konnte nebenbei auf VHF mit seinem FT-817 Funkverbindungen mit Stationen in Dänemark tätigen.

Zum Contest-Ende, am Sonntag um 15:00 Uhr, hatten wir mehr als 450 Verbindungen und 82 Multiplikatoren im Log. 15 m und 10 m hatten sich überhaupt nicht geöffnet aber allein auf 160 m hatten wir 97 Verbindungen. Sehr gut ging es auch auf 80 m, 40 m und auf 20 m, wo wir etliche Stationen aus Südostasien und Japan erreicht haben. Mit den erzielten 137.000 Punkten dürften wir in der diesmal gewählten Teilnehmerklasse mit nur einer Antenne recht gut abgeschnitten haben. Der Elecraft K2-Transceiver mit 100 Watt-Endstufe hat einwandfrei funktoniert.

Fast die Hälfte dieser Verbindungen haben zwei Contest-Anfänger gefahren, die an diesem Wochenende Lust auf Mehr bekommen haben, und zwei weitere SWLs stehen in den Startlöchern.

Etwas mehr Erfahrung müssen wir noch im Umgang mit der Batterieversorung von 100 Watt-Sendern sammeln. Die erforderlichen Ströme von mehr als 20 Ampere erfordern große Sorgfalt und nehmen jede noch so kleine Schwäche beim Ausführen der Verdrahtung übel. Der Versuch, eine Doppelzepp-Antenne breitbandig über einen Balun-Transformator und unsymmetrischen Tuner zu speisen hat funktioniert, ist aber noch nicht das Optimum. Hier werden wir bis zum nächsten Contest weitere Verbesserungen erarbeiten.

Kalle – DK6AL, bei einer Inspektions-Rundfahrt auf der Fieldday-Wiese in Grafhorst.
Abendstimmung bei DL0VW/p in Grafhorst.

Herzlichen Dank Allen, die zum Erfolg dieses schönen Wochendes beigetragen haben. Wir freuen uns auf die Fielddays im kommenden Jahr, und dann vielleicht mit noch ein paar weiteren, neuen Aktivisten.

73 de

Christian, DL1OD

Fotos: © Christian Hillmer

3 Gedanken zu „IARU-SSB-Fieldday für „Newcomer““

  1. Hallo Christian , besten Dank für diesen Beitrag. War ein sehr schönes Erlebnis für mich und bin schon gespannt wenn mal wieder das “ volle Programm “ an Antennen aufgebaut wird.
    Besten Dank auch an die Helfer die nicht am Contest teilgenommen haben !

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