Erfahrungsbericht Helical-Mobilantennenstrahler

Damit ich portabel auch QRV sein kann ohne jedes mal einen Mast aufzubauen, entschied ich mich für die Anschaffung einer Helical-Mobilantenne.

Meine Wahl fiel auf eine Outback 2000.

Meine ersten Versuche mit der Outback 2000 entsprachen aber nicht meinen Vorstellungen. Die Outback 2000 war allerdings nicht im 80m Band resonant – trotz entsprechender Beschreibung. Auf 40m und 30m habe ich damit aber erfolgreich QSO’s führen können und auch auf den höheren Bändern war lt. Antennenanalyser Resonanz zu erzielen.

Daraufhin ging die Antenne an den Händler (MWF-Service in Leipzig) zurück. Dieser testete die Antenne nochmals und bestätigte, das alle bei ihm am Lager liegenden Outback 2000 nicht im 80m Band funktionieren. Er empfahl mir als Alternative seine MB-14. Details unter https://www.mwf-service.com/shop/mb-14-multiband-3-8-zoll-70cm-2-6-10-11-12-15-17-20-30-40-80m-ukw-airband.html .

Diese habe ich nun ersten Tests unterzogen. Die Antenne erfüllt meine Erwartungen.

Mechanisch macht sie einen sehr guten und stabilen / robusten Eindruck.
Von der Optik ist die durchgängig – incl. Teleskop schwarz. Passt auch besser zu meinen Füßen und meiner Seele als der silberne Strahler der Outback.

Ich habe sie auf einen Magnetfuß auf meinem KFZ getestet. Von so einer kurzen Antenne kann man natürlich keine Wunder erwarten.

Besonders positiv gegenüber der Outback 2000 fiel mir der Teleskopstrahler auf. Bei der Outback 2000 erfolgt die Abstimmung über einen Stahlstrahler, der mit einer Madenschraube fixiert wir. Bei der MB-14 ist ein Teleskopstrahler verbaut, der sich deutlich einfacher abstimmen lässt. Man muss halt nicht immer die Schraube lösen und nach Längenänderung des Strahlers neu fixieren. Man braucht auch keinerlei Werkzeug bei der MB-14.

Die Antenne ist bauartbedingt sehr schmalbandig. Bei jedem Frequenzwechsel ist halt neu abzustimmen. Als Anlage mal ein Bild des Antennenanalysers.

 

Negativ fiel mir auf, das ich mir bei dem Versuchsaufbau (KFZ vor dem Fenster – ca. 10m Koaxkabel ans Funkgerät) HF in den Shack holte. Beim Senden fing der Computer an zu spinnen.

Daraufhin habe ich am Magnetfuß einen 20m langen Draht als Radial befestigt. Das SWR wurde dadurch deutlich verbessert. Das zeigt das zweite Bild des Antennenanalysers. Die Computerstörungen im Shack blieben jedoch.

Erste QSO’s auf 80m ergaben, das ich mit einem deutlich schwächerem Signal als sonst (G5RV / ZS6BKW ) aufgenommen wurde. Auch konnte ich die Gegenstationen nicht so gut wie sonst aufnehmen. Aber damit habe ich natürlich im Vorfeld gerechnet.

Nach meinen ersten Erfahrungen kann ich die MB-14, anders als die Outback 2000, für einen einfachen Portabeleinsatz empfehlen. Inwieweit diese Antennenbauform auch für einen Mobileinsatz brauchbar ist, kann ich nicht beurteilen. Das werde ich zumindestens auch nicht testen.

Klaus Paffenholz – DL9PA

Süplingen, den 07.04.2019

2 Gedanken zu „Erfahrungsbericht Helical-Mobilantennenstrahler“

  1. Vielen Dank für den interessanten Beitrag, Klaus!
    Dank Deiner Sorgfalt bleibt nun etlichen weiteren Nutzern der defekten Outback-Serie vermutlich viel Ärger erspart.

  2. Lieber OM Klaus,

    Deinen Bericht zum Thema „Helical Mobilantennenstrahler“ habe ich mit großem Interesse gelesen.
    Der Grund hierfür ist folgender:
    Im vergangenen Jahr habe ich für eure YL Heike DO1HAL eine Antenne für das 11-Meter-Band entworfen.
    Die Konstruktion besteht aus einer Balkonhalterung, einem 3/8-Kugelfuss mit Bajonettverschluss und einer entsprechenden stabilen Tonnenfeder. Als eigentlicher Strahler dient eine sogenannte DV27Lang in teilbarer Fiberglasausführung als 1/4-Lambda-Strahler.
    In entsprechende Bananenbuchsen können 2 Drähte von 1/4-Lambda Länge als elektrisches Gegegengewicht eingesteckt werden.
    Alternativ dazu, habe ich 2 große Metallklammern mit je einem angehängten Draht definierter Länge versehen. Diese Metallklammern können mit der metallischen Grundplatte der Antennenhalterung verbunden werden.
    Auf dem 11-Meter-Band konnte so ein SWR 400 KHz erreicht werden.
    Heike führt seit 29.05.2019 ihr Rufzeichen und sie hat, durch besondere Großzügigkeit von Christian DL1OD, einen eigenen HF-Transceiver vom Typ YAESU FT-920 und möchte diesen auch entsprechend nutzen.
    Für VHF/UHF steht YL Heike eine X30 zur Verfügung, doch würde sie gerne auch auf 80-Meter bzw. 15-Meter QRV werden.

    Konkret möchte ich dich fragen: Könntest du unserer YL Heike DO1HAL deine MB-14 ausleihen bzw. diese Antenne vorort bei Heike testen?
    Im Erfolgsfall möchte ich Heike diese Antenne gerne schenken. Angesichts des günstigen Preises wäre dies eine gute Lösung.
    Sollte die Antenne aber nicht hinreichend „spielen“, dann wäre ich vor einem Fehlkauf bewahrt.

    73 de DJ1SAM, Stefan (DOK F43 Eschborn)

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